1985
Staatliche Galerie Moritzburg (Halle (Saale)) |
|
| Medailleur/in: | Prof. Johannes Baumgärtner |
|
| Vorderseite: | Bildnis Max Sauerlandt im Profil nach links; unten signiert: JB. |
| Rückseite: | 100 JAHRE STAATLICHE GALERIE MORITZBURG HALLE. Ansicht des Museumsgebäudes (das sog. "Talamt"); unten das Signet der Staatlichen Galerie Moritzburg; unter der Gebäudeansicht die Jahreszahlen 1885 - 1985. |
|
| Datierung: | 1985 |
|
| Material: | Bronze |
| Durchmesser: | 88.85 mm |
|
| Literatur: | Objekt
U. Dräger, „Deutsche Kunstmedaillen des 20. Jahrhunderts : aus der Sammlung des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt. Die Kunstmedaille in Deutschland ; Bd. 5“. Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst, Halle, 1996. (S. 42) |
|
| Bemerkung: | Der Kunsthistoriker Max Sauerlandt (1880-1934) wurde 1908 zum ersten angestellten Museumskurator des Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe in Halle berufen, das er durch seine Ankaufspolitik entscheidend prägte. Er legte u.a. eine kleine, sehr qualitätvolle Sammlung von Renaissancemedaillen an und bemühte sich ebenso um die zeitgenössische deutsche und hallesche Medaillenkunst. "Die Medaillen erwarb Sauerlandt als vorzügliche Beispiele der Kunst ihrer Zeit und nicht für eine spezielle Medaillensammlung, wobei es ihm trotzdem gelang, aus numismatischer und kunsthistorischer Sicht Akzente zu setzen." (Dräger 1996)
Das auf der Medaillenrückseite dargestellte „Talamt“ war ursprünglich der zwischen 1594 und 1607 erbaute Sitz des Salzgrafen und des Talgerichtes sowie das Zunfthaus der Halloren. Weil das alte Gebäude 1881 wegen einer Straßenerweiterung abgerissen worden war, entschied man sich schließlich dazu, es als Museumsneubau von 1901 bis 1904 über den Grundmauern der südlichen Burganlage der Moritzburg wiederzuerrichten.
Die Medaille erschien in einer Auflage von fünf Exemplaren. |
|
| Nachweise: | (DGMK-17558) Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) |