[Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen]
Medailleur/in
Vorderseite
Bildnis Landgraf Philipp von Hessen mit Hut im Profil nach links; rechts signiert: DR DANIEL GREINER.
Rückseite
SI DEVS NOBISCUM QVIS CONTRA NOS
DER HISTORISCHE VEREIN F D GROSSHERZOGTVM HESSEN ZVM 13 NOV 1904. Ritter in Rüstung mit Lanze und Schwert zu Pferde nach links, rechts darüber das Wappen der hessischen Landgrafschaft.
DER HISTORISCHE VEREIN F D GROSSHERZOGTVM HESSEN ZVM 13 NOV 1904. Ritter in Rüstung mit Lanze und Schwert zu Pferde nach links, rechts darüber das Wappen der hessischen Landgrafschaft.
Datierung
1904
Material
Bronze
Durchmesser
70.25 mm
Literatur
Kabinett
Ausstellung
Ausstellung
Bemerkung
Die abgekürzte Legende der Vorderseite zitiert die berühmte Losung der Reformation: „Verbum Domini manet in æternum“ ─ „Das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit“ (Jesaja 40,8 und 1. Petrus 1,25). Die lateinische Legende der Rückseite "Si Deus nobiscum quis contra nos" - „Wenn Gott mit uns ist, wer ist dann gegen uns (gemäß Römerbrief 8,31b) war die offizielle Devise des Großherzoglich Hessischen Verdienstordens.
„Landgraf Philipp von Hessen galt in seiner Zeit mit seinem alle Grenzen überschreitenden Engagement für die protestantische Sache europaweit als einer der bedeutendsten Verbündeten Martin Luthers. Er machte Hessen zu einem Zentrum der Reform, die nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens verändern sollte und bis heute nachwirkt. Der 1504 im Marburger Landgrafenschloss geborene und 1567 in Kassel verstorbene Landgraf trägt den Beinamen Magnanimus – der Großmütige –, der die umfassende Wertschätzung, die ihm von den Reformatoren, seinen europäischen Verbündeten und nicht zuletzt auch von seinen Landsleuten zugestanden worden ist, signalisiert. In Philipps Biographie bündeln sich nahezu alle großen Umwälzungen am Beginn der Neuzeit: Nach dem frühen Tod seines Vaters Wilhelm II. übernahm der erst Vierzehnjährige 1509 die Regierung. Unter seinem Vater hatte Hessen im Jahre 1500 durch die Zusammenführung des Niederfürstentums (Hessen-Kassel) und des Oberfürstentums (Hessen-Marburg einschließlich der ehemaligen Grafschaften Ziegenhain und Katzenelnbogen) seine bis dahin größte Ausdehnung und Macht erlangt. Unter Philipp blieb die Landgrafschaft noch ein halbes Jahrhundert vereint, um nach seinem Tode in mehrere selbstständig regierende, später zum Teil ausgestorbene Linien geteilt […] zu werden. Der junge Landgraf führte ab 1524 die Reformation in Hessen ein. Im Einverständnis mit den Reformatoren löste Philipp zum Zwecke des „gemeynen Nutz“ die Klöster Hessens auf und gründete an deren Stelle neue Schulen und Hospitäler, die noch heute bestehen. 1527 gründete er auf dem wirtschaftlichen Fundament des ehemaligen Klosterbesitzes in Marburg die erste Universität des Hessenlandes, zugleich die zweitälteste protestantische überhaupt.“ [Quelle: http://www.uni-marburg.de/profil/geschichte/philipp 06.02.2014]
„Landgraf Philipp von Hessen galt in seiner Zeit mit seinem alle Grenzen überschreitenden Engagement für die protestantische Sache europaweit als einer der bedeutendsten Verbündeten Martin Luthers. Er machte Hessen zu einem Zentrum der Reform, die nahezu alle Bereiche des öffentlichen Lebens verändern sollte und bis heute nachwirkt. Der 1504 im Marburger Landgrafenschloss geborene und 1567 in Kassel verstorbene Landgraf trägt den Beinamen Magnanimus – der Großmütige –, der die umfassende Wertschätzung, die ihm von den Reformatoren, seinen europäischen Verbündeten und nicht zuletzt auch von seinen Landsleuten zugestanden worden ist, signalisiert. In Philipps Biographie bündeln sich nahezu alle großen Umwälzungen am Beginn der Neuzeit: Nach dem frühen Tod seines Vaters Wilhelm II. übernahm der erst Vierzehnjährige 1509 die Regierung. Unter seinem Vater hatte Hessen im Jahre 1500 durch die Zusammenführung des Niederfürstentums (Hessen-Kassel) und des Oberfürstentums (Hessen-Marburg einschließlich der ehemaligen Grafschaften Ziegenhain und Katzenelnbogen) seine bis dahin größte Ausdehnung und Macht erlangt. Unter Philipp blieb die Landgrafschaft noch ein halbes Jahrhundert vereint, um nach seinem Tode in mehrere selbstständig regierende, später zum Teil ausgestorbene Linien geteilt […] zu werden. Der junge Landgraf führte ab 1524 die Reformation in Hessen ein. Im Einverständnis mit den Reformatoren löste Philipp zum Zwecke des „gemeynen Nutz“ die Klöster Hessens auf und gründete an deren Stelle neue Schulen und Hospitäler, die noch heute bestehen. 1527 gründete er auf dem wirtschaftlichen Fundament des ehemaligen Klosterbesitzes in Marburg die erste Universität des Hessenlandes, zugleich die zweitälteste protestantische überhaupt.“ [Quelle: http://www.uni-marburg.de/profil/geschichte/philipp 06.02.2014]
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