[Gustav-Hertz-Preis der Physikalischen Gesellschaft der DDR] |
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| Medailleur/in: | Prof. Johannes Baumgärtner |
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| Vorderseite: | Bildnis des Physikers Gustav Hertz im Profil nach links. |
| Rückseite: | GUSTAV-HERTZ-PREIS DER PHYSIKALISCHEN GESELLSCHAFT DER DDR. |
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| Datierung: | 1976 |
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| Material: | Bronze |
| Durchmesser: | 88.05 mm |
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| Literatur: | Objekt
„Medaillenkunst in Halle im 20. Jahrhundert : Dank der Burg. Dank der Burg. Die Kunstmedaille in Deutschland ; 17“. Gebr. Mann, [Berlin], 2002. (S. 63)
Kabinett
Ausstellung |
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| Bemerkung: | Der 1887 in Hamburg geborene deutsche Physiker Gustav Hertz wurde im Jahr 1925 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.
1920 hatte er zunächst für fünf Jahre die Leitung des Physikalischen Labors der Philips Glühlampenfabriken Eindhoven übernommen und beschäftigte sich dort mit der Physik der Gasentladung. Ab 1925 wirkte er als Professor für Physik an der Universität Halle. 1927 nahme er einen Ruf an die Technische Hochschule Charlottenburg an, wo er Leiter des neu eingerichteten Physikalischen Instituts wurde. 1935 wurde ihm von den Nationalsozialisten wegen seiner jüdischen Abstammung die Prüfungsberechtigung entzogen, woraufhin er auf sein Lehramt verzichtete. Als Direktor des Siemens & Halske-Forschungslabors II in Berlin beschäftigte er sich von da an mit Diffusionstrennanlagen für leichte Isotope, die sich später als zentrale Technologie im System der Uranbombenentwicklung erweisen sollte. Zusammen mit Manfred von Ardenne, Max Steenbeck und anderen Wissenschaftlern wurde er im April 1945 von der Roten Armee nach Suchumi am Schwarzen Meer verbracht, wo er ein Forschungslabor für die deutschen Spezialisten leitete. Seine Rückkehr im Herbst 1954 war Bestandteil der Vorbereitungen der DDR auf den Wiedereinstieg in die Kerntechnik. Er übernahm diese Vorbereitungen und erhielt 1955 die Leitung des forschungspolitisch zentralen Wissenschaftlichen Rates für die friedliche Anwendung der Atomenergie beim Ministerrat der DDR. Sämtliche Vorbereitungen von der Konzentration der zerstreuten Institute bis zum Ausbau des neuen Dresdner Zentralinstitut für Kernforschung (heute Forschungszentrum Dresden-Rossendorf) wurden dort erarbeitet. Ab 1954 war er zudem Direktor des physikalischen Instituts an der Karl-Marx-Universität in Leipzig, Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR und Gründungsmitglied des Forschungsrates der DDR. (Quelle: http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/physics/laureates/1925/hertz-bio.html 17.03.2014) |
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| Nachweise: | (DGMK-18005) Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) |