Lorenz, Johannes: Weihe des Kölner Doms
Medailleur/in
Vorderseite
EInTRAChT - AUSDAUER - GEGRÜnDET DURCh - COnRAD v hOChSTADEn -/ COELn 1248 - 1842 - 1880. Die benannten Brustbilder Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. gegenüber im Vierpass, darüber der gekrönte kaiserliche Adlerschild. Unter der von einem Engel gehaltene Kölner Stadtschild. Ganz unten Medailleursignatur J LORENZ INV ET FEC HAM.
Rückseite
DER DOM ZU COELn RAGE UEBER DIESE - STADT - RAGE UEBER DEUTSChLAnD UEBER ZEITEn / REICh An MEnSCHEnFRIEDEn - REICh An GOTTESFRIEDEn / BIS An DAS EnDE DER TAGE // SOLI - DEO GLORIA. Die vollendeten Westtürme, von einem die Silhouette des Doms in zwei Reihen umschließenden Idealwunsch umgeben.
Datierung
1880
Material
Gold
Durchmesser
80 mm
Literatur
H. Weiler, Kölnische Medaillen, Plaketten, Schautaler, Jetons, Marken und Zeichen III (1995) Nr. 2665; W. Steguweit (unter Mitarbeit von Heinz W. Müller und Gisa Steguweit), Medaillenkunst in Köln im 20. Jahrhundert. Die Kunstmedaille in Deutschland 24 (2007) 11 (dieses Stück); W. Steguweit - B. Kluge, Suum cuique. Medaillenkunst und Münzprägung in Brandenburg-Preußen (2008) Nr. 165 (dieses Stück).
Bemerkung
Die Domweihe erfolgte am 15. Oktober 1880, dem Geburtstag König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen, unter dessen Protektorat die Vollendung des Baus seit 1842 in seine letzte Phase getreten war. Die repräsentative Medaille wurde in Gold, Silber und Bronze verausgabt. Je ein goldenes Exemplar erhielten der Kaiser, die Kaiserin sowie der Papst. Das Exemplar des Münzkabinetts aus dem Bestand des ehemaligen Hohenzollernmuseums dürfte somit eine der beiden 'kaiserlichen' Medaillen sein. Johannes Lorenz (1845-1887), Medailleur an der Hamburger Münze, hatte an der Berliner Akademie studiert und auch für die Medaillenfirma G. Loos gearbeitet.
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