1981
Medailleur/in
Vorderseite
Ansicht des Hambacher Festes mit dem Zug der fahnenschwenkenden Festteilnehmer zum Hambacher Schloss.
Rückseite
signiert und datiert: K 1981.
Datierung
1981
Material
Bronze
Durchmesser
74.76 mm
Literatur
J. Kermann, „Freiheit, Einheit und Europa : das Hambacher Fest von 1832 ; Ursachen, Ziele, Wirkungen“. Pro Message-Verl., Ludwigshafen/Rh., 2006.
J. Kermann und Foerster, C., „Hambacher Fest 1832 : Freiheit und Einheit, Deutschland und Europa ; Katalog zur Dauerausstellung des Landes Rheinland-Pfalz zur Geschichte des Hambacher Festes, Hambacher Schloß Neustadt an der Weinstraße. Dauerausstellung Hambacher Fest“. Kultusministerium Rheinland-Pfalz, Mainz, 1990.
O. Kallenbach, „Die Medaillen des Otto Kallenbach“. Verl. Pfälzer Kunst Blinn, Landau i.d. Pfalz, 1981. (Katalog-Nr. 76)
J. Kermann und Foerster, C., „Hambacher Fest 1832 : Freiheit und Einheit, Deutschland und Europa ; Katalog zur Dauerausstellung des Landes Rheinland-Pfalz zur Geschichte des Hambacher Festes, Hambacher Schloß Neustadt an der Weinstraße. Dauerausstellung Hambacher Fest“. Kultusministerium Rheinland-Pfalz, Mainz, 1990.
O. Kallenbach, „Die Medaillen des Otto Kallenbach“. Verl. Pfälzer Kunst Blinn, Landau i.d. Pfalz, 1981. (Katalog-Nr. 76)
Bemerkung
Die Medaille erschien als Sonderausgabe zur Künstlermonografie über das Medaillenschaffen von Otto Kallenbach 1981. Die Auflage der Medaille betrug 150 Exemplare.
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums im Jahr 1982 wies Prof. Dr. Karl Carstens in seiner Festrede besonders auf den europäischen Gedanken des Hambacher Festes hin: „Auch hier verpflichtet uns Hambach. Wir müssen die erreichte Verständigung zwischen den Völkern pflegen, die Übereinstimmung vertiefen, die Zusammenarbeit festigen und erweitern. Das Werk ist noch nicht vollendet." (Quelle: http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=79 Dezember 2014)
„Die seit der Revolution von 1830 wachsende politische Unruhe machte sich in Deutschland vor allem im französisch beeinflussten Südwesten bemerkbar. Nationale, liberale und demokratische Forderungen wurden nicht mehr nur von der akademischen Jugend erhoben, sondern auch von breiteren Kreisen des Kleinbürgertums und der Handwerkerschaft. Ein beeindruckender Ausdruck dieser wachsenden Volksbewegung war das Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832. 20.000 bis 30.000 Menschen aus den deutschen Bundesstaaten, aus Polen, Frankreich und Großbritannien kamen auf dem Hambacher Schloss im pfälzischen Neustadt an der Haardt zusammen. Es war die bis dahin größte politische Massenveranstaltung in Deutschland.“ (Dorlis Blume, DHM Berlin 2014, Zitat und weitere Informationen unter: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/vormaerz-und-revolution/deutscher-bund/hambacher-fest-1832.html Dezember 2014)
„Den Anstoß zum Hambacher Fest gab eine Anzeige in der 'Neuen Speyerer Zeitung'. Ein Neustadter Bürger schlug vor, am 26. Mai 1832, dem Tag der bayerischen Verfassung, ein Fest auf der Hambacher Schlossruine abzuhalten, um dem Herrscherhaus zu huldigen. Eine Gruppe Neustadter Mitglieder des Pressvereins ergriff die Chance und funktionierte die Einladung um. In einem von Philipp Jakob Siebenpfeiffer formulierten Aufruf lud man für den 27. Mai 1832 auf das Hambacher Schloss zu einem Fest mit dem Motto ‚Der Deutschen Mai‘. Erstmals waren auch Frauen aufgerufen, nicht nur ‚Schmuck‘ zu sein, sondern zu protestieren. […] Zentral waren die Forderungen nach Einheit und Freiheit Deutschlands. Unter Einheit wurde die Errichtung eines deutschen Nationalstaates mit einer Verfassung verstanden. Die Forderung nach Freiheit umfasste die bürgerlichen Freiheiten: Meinungs-, Rede-, Presse-, Versammlungs-, Vereinigungs-, Gewerbe-, Auswanderungs- und Niederlassungsfreiheit. Dazu gehörte auch die Gleichberechtigung aller Staatsbürger vor dem Gesetz unabhängig vom Geburtsstand. Frauen waren dabei explizit eingeschlossen.“ (Zitat siehe: http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=10 Dezember 2014)
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums im Jahr 1982 wies Prof. Dr. Karl Carstens in seiner Festrede besonders auf den europäischen Gedanken des Hambacher Festes hin: „Auch hier verpflichtet uns Hambach. Wir müssen die erreichte Verständigung zwischen den Völkern pflegen, die Übereinstimmung vertiefen, die Zusammenarbeit festigen und erweitern. Das Werk ist noch nicht vollendet." (Quelle: http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=79 Dezember 2014)
„Die seit der Revolution von 1830 wachsende politische Unruhe machte sich in Deutschland vor allem im französisch beeinflussten Südwesten bemerkbar. Nationale, liberale und demokratische Forderungen wurden nicht mehr nur von der akademischen Jugend erhoben, sondern auch von breiteren Kreisen des Kleinbürgertums und der Handwerkerschaft. Ein beeindruckender Ausdruck dieser wachsenden Volksbewegung war das Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832. 20.000 bis 30.000 Menschen aus den deutschen Bundesstaaten, aus Polen, Frankreich und Großbritannien kamen auf dem Hambacher Schloss im pfälzischen Neustadt an der Haardt zusammen. Es war die bis dahin größte politische Massenveranstaltung in Deutschland.“ (Dorlis Blume, DHM Berlin 2014, Zitat und weitere Informationen unter: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/vormaerz-und-revolution/deutscher-bund/hambacher-fest-1832.html Dezember 2014)
„Den Anstoß zum Hambacher Fest gab eine Anzeige in der 'Neuen Speyerer Zeitung'. Ein Neustadter Bürger schlug vor, am 26. Mai 1832, dem Tag der bayerischen Verfassung, ein Fest auf der Hambacher Schlossruine abzuhalten, um dem Herrscherhaus zu huldigen. Eine Gruppe Neustadter Mitglieder des Pressvereins ergriff die Chance und funktionierte die Einladung um. In einem von Philipp Jakob Siebenpfeiffer formulierten Aufruf lud man für den 27. Mai 1832 auf das Hambacher Schloss zu einem Fest mit dem Motto ‚Der Deutschen Mai‘. Erstmals waren auch Frauen aufgerufen, nicht nur ‚Schmuck‘ zu sein, sondern zu protestieren. […] Zentral waren die Forderungen nach Einheit und Freiheit Deutschlands. Unter Einheit wurde die Errichtung eines deutschen Nationalstaates mit einer Verfassung verstanden. Die Forderung nach Freiheit umfasste die bürgerlichen Freiheiten: Meinungs-, Rede-, Presse-, Versammlungs-, Vereinigungs-, Gewerbe-, Auswanderungs- und Niederlassungsfreiheit. Dazu gehörte auch die Gleichberechtigung aller Staatsbürger vor dem Gesetz unabhängig vom Geburtsstand. Frauen waren dabei explizit eingeschlossen.“ (Zitat siehe: http://www.demokratiegeschichte.eu/index.php?id=10 Dezember 2014)
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