Pilartz, Theodor Caspar: Ehrenpreis des Reichspräsidenten zum Verfassungstag
Medailleur/in
Vorderseite
Auf einer Brücke über dem Rhein sitzt ein Adler, die Schwingen angelegt. Im Hintergrund auf dem Berg eine Burg und im Tal ein Turm.
Rückseite
VERFASSUNGSTAG IM JAHRE DER RHEINLANDBEFREIUNG -/ EHRENPREIS / DES / REICHS-/PRÄSIDENTEN // 1930. Die vierzeilige Aufschrift über einem Eichenzweig. Am Eichenzweig die Signatur P. (Theodor Caspar Pilartz).
Rand
H. NOACK BERLIN FRIEDENAU
Datierung
1930
Material
Bronze
Durchmesser
79 mm
Literatur
J. Datow, Ehrenpreis des Reichspräsidenten zum Verfassungstag, Geldgeschichtliche Nachrichten 101, 1984, 166; W. Steguweit (Hrsg.), Kunst und Technik der Medaille und Münze. Das Beispiel Berlin. Die Kunstmedaille in Deutschland 7 (1997) 258 f. Nr. 6.18; W. Steguweit (Hrsg.), Die Medaille und Gedenkmünze des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Die Kunstmedaille in Deutschland 14 (2000) 105 Nr. 175; Th. Würtenberger, Symbole der Freiheit (2017) 444 Abb. 276 (dieses Stück, nur Rs.).
Bemerkung
Hergestellt in der Bildgießerei Hermann Noack. - In den Jahren 1930 bis 1932 wurde der Ehrenpreis des Reichspräsidenten unter das jeweilige offizielle Leitthema des Verfassungstages gestellt. Im Jahr 1930 war die Verfassungsfeier auf preußische Initiative hin mit Feierlichkeiten zum Abzug der Besatzungstruppen aus dem Rheinland verbunden worden, was sich auf der Rückseite des Ehrenpreises in der Umschrift „Verfassungstag im Jahre der Rheinlandbefreiung“ niederschlug. Das Rheinland sollte nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags 15 Jahre lang besetzt bleiben, also bis 1935. Mit dem Vertrag von Locarno von 1925 wurden bereits Teile des Rheinlands, unter anderem Köln, geräumt. Nach der Vereinbarung des Young-Plans von 1929 räumten Franzosen und Briten das restliche Rheinland.
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