Morin, Georges: Tagung zum Schutz des Urheberrechts
Medailleur/in
Vorderseite
Pallas Athene steht mit einem Speer in der rechten Hand und einem Schild in ihrer linken Hand frontal. Auf ihrer Brust ein Medusenhaupt (gorgoneion). Links sitzt die Personifikation der Literatur mit einem Stift in der rechten und Papier in der linken Hand. Rechts sitzt die Personifikation der Kunst mit einer kleinen, sie bekränzende Viktoria-Statuette in der rechten Hand. Aussen links die Signatur OERTEL BERLIN und rechts G. MORIN (Georges Morin).
Rückseite
GVILELMVS II J. R. / D. D. / CONCILIO ITERVM CONVOCATO AD / CONVENTIONEM INTER GENTES / BERNENSEM DE TVENDIS LITTE/RARVM ARTIVMQUE OPERIBVS / RECOGNOSCENDAM / BEROLINI M. OCT. / MCMVIII [J(MPERATOR) R(EX) D(ECRETO) D(ECVRIONVM)]. Heraldische Kaiserkrone über neunzeilige Aufschrift. Die zweite Zeile wird von Lorbeerstreifen eingefasst.
Datierung
1908
Material
Bronze
Durchmesser
65 mm
Literatur
M. Heidemann, Medaillenkunst in Deutschland von 1895-1914 in: W. Steguweit (Hrsg.), Die Kunstmedaille in Deutschland 8 (1998) 265 Nr. 793; W. Steguweit (Hrsg.), Kunst und Technik der Medaille und Münze. Das Beispiel Berlin. Die Kunstmedaille in Deutschland 7 (1997) 198 Nr. 2.19.
Bemerkung
Hergestellt von der Berliner Medaillen-Münze Otto Oertel. - In der 1886 in Bern geschlossenen Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst wurde erstmals das Urheberrecht zwischen Staaten geregelt. Auf der Berliner Tagung wurde eine revidierte Fassung der Übereinkunft beschlossen. Diese Medaille wurde vom Auswärtigen Amt in Auftrag gegeben und den Mitgliedern der Konferenz am 29. Oktober 1908 von Kaiser Wilhelm II. zusammen mit einem Widmungsblatt des Reichskanzlers Bernhard von Bülow überreicht.
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